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Es ist Frühsommer, die Töff- und Velosaison längst eingeläutet und deshalb höchste Zeit, sich wieder einmal mit dem Thema "Helm ab" auseinanderzusetzen. Was früher in Nothilfekursen obligatorisch war bzw. zum festen Bestandteil gehörte, wurde vor längerer Zeit kurzerhand aus den Kursprogrammen gestrichen. Dies natürlich nicht einfach so, sondern deshalb, weil die Ausbildung "rund um Herz und Kreislauf" immer wichtiger und detaillierter wurde – was natürlich absolut richtig ist. Und so blieb schlicht und einfach keine Zeit mehr, um Helme auszuziehen. Dies sei aber nur am Rande bemerkt.

Wir jedenfalls haben uns an der Monatsübung im Mai recht intensiv mit bewusstlosen Helmträgern befasst bzw. damit, wie Helme möglichst schonend abgenommen werden. Und es spielte dabei überhaupt keine Rolle, ob dies nun Integral-, Klapp- oder Velohelme waren. Das Vorgehen ist nämlich immer gleich: Halswirbelsäule fixieren/stützen, Helm behutsam (und natürlich möglichst ohne Rucken) entfernen und anschliessend den Patienten "en bloc" in die stabile Seitenlage bringen. Dieses "en bloc" bedingt allerdings, dass man noch ein paar Helfer/innen zur Seite hat. Wenn wir aber davon ausgehen, dass man auf einem Unfallplatz eigentlich selten alleine ist, dürfte uns dies kein (zusätzliches) Bauchweh bereiten…

Sandra Bänninger