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Bereits traditionell treffen sich die Samaritervereine Pfungen-Dättlikon, Hettlingen, Rutschwil-Dägerlen und Seuzach einmal jährlich zu einer gemeinsamen Samariterübung. In diesem Jahr oblag die Organisation des Abends dem Samariterverein Hettlingen.

In 4er- und 5er-Gruppen wurden wir Übungsteilnehmer - bunt zusammengemischt -  auf den Parcours geschickt.

Bereits beim ersten Posten wurden wir ganz schön gefordert: Eine Frau überwindet ihren inneren Schweinehund, geht joggen.

Sie vergisst dabei aber, dass ihre „Herzzugänge“ schon ganz schön verengt sind und körperliche Anstrengung deshalb wohl nicht ganz ungefährlich ist. Sie kommt nach Hause, hängt keuchend über dem Lavabo und ist wirklich, wirklich froh, kommen wir sie gerade jetzt besuchen. Leider nützt das eben eingenommene Nitroglycerin nicht mehr wirklich viel und so müssen wir mit CPR und Defibrillator-Einsatz um ihr Leben kämpfen.

Der zweite Posten ist etwas ruhiger aber der Postenchef gibt klare Anweisungen: Er will die grosse Armtragschlinge sehen! Ok, wenn er sie will, soll er sie kriegen. Wir wollen mal nicht so sein… aber damit nicht genug. Als nächste Aufgabe haben wir einen Parcours zu absolvieren, und zwar mit Bahre und Patient. Zum Glück haben wir Vanda in der Gruppe. Mit ihren geschätzten 30 kg war  es ein Einfaches für uns, sie zwischen Autos und Scheunen, über Paletten und an  Blumendüngersäcken vorbei zu bugsieren. Gut gemacht! Die einzige, die nach dieser Aufgabe reklamierte, war unsere Patientin. Ihr war die „Reise“ wohl nicht ruhig genug… Ha! Die soll doch überhaupt froh sein, haben wir sie nicht fallen lassen!

Auf den dritten Posten freute ich mich besonders. MEMORY! War ich zu Kindertagen in diesem Spiel jahrelang ungeschlagen, musste ich heute leider zugeben: auch ich werde älter. Ok, es war auch nicht ganz einfach. Auf der einen Seite waren da Bilder mit Pflanzen drauf, auf der anderen die entsprechenden Namen und Wirkstoffe dazu. Und während man dann beriet, was das eben aufgedeckte Blüemli überhaupt sein könnte, hat man schon wieder vergessen, wo man das Gegenstück zuvor bereits aufgedeckt hatte. War aber eine tolle Idee!

Dann kamen wir zum letzten Posten, wo wir einiges zum Thema "Allergien" erfuhren bzw. zu erzählen hatten. Und für alle, die nichts zum Schreiben dabei hatten: Das dort von Manuela vorgestellte „Ding“ zum Aussaugen von Giften nach Insektenstichen  oder auch Schlangenbissen heisst ASPIVENIN.

Herzlichen Dank den Verantwortlichen aus Hettlingen für die Gastfreundschaft in ihrem schönen Dorf, die tolle Übung und natürlich „Posten 5“, nämlich Speis  und Trank. Wir sehen uns alle wieder am 06.06.2012 in Seuzi!

Sandra Bänninger

 

Zusatzinformation

Aspivenin ist eine Unterdruck-Minipumpe zur Soforthilfe bei Hornissen-, Wespen-, Bienen-, Mückenstichen, bei Ausschlag verursachenden Pflanzen, Fischen, Skorpionen und bei einer großen Anzahl von Schlangen. Aspivenin wird sofort nach dem »Angriff« angesetzt und saugt die Gifte ab. Aspivenin ist leicht, nimmt wenig Platz ein, kann mit nur einer Hand gehandhabt und stets wiederverwendet werden.

aspivenin