Corona grassiert noch immer, die „frühere Normalität“ ist in weiter Ferne, das Leben ist noch immer stark eingeschränkt. Trotzdem nehmen wir unser Vereinsleben wieder auf – zur Not auch in einer „virtuellen“ Welt. Will heissen: Die Samariter Pfungen-Dättlikon-Neftenbach gehen online. Es werden keine Monatsübungen mehr ausgesetzt, stattdessen werden sie umgeschrieben und per Videokonferenz durchgeführt. Soweit der Plan. Bleibt noch die Frage: Machen unsere Vereinsmitglieder da überhaupt mit? Noch längst nicht jede und jeder ist „best friend“ mit seinem Computer … Haben wir gedacht! Aber weit gefehlt – sogar unsere ältesten Vereinsmitglieder sitzen zum verabredeten Zeitpunkt vor ihrem Bildschirm, eingeloggt samt Ton und Bild. Was für eine Freude!

Die erste Übung war verschiedenen Verletzungen des Bewegungsapparates gewidmet. Um hier nicht einfach eine monotone Vorlesung halten zu müssen, haben wir einen kleinen praktischen Teil eingebaut. Dafür mussten ein Verband und ein Familienmitglied als Figurant/in bereitgehalten werden. Auch das hat hervorragend geklappt - herzlichen Dank an dieser Stelle auch an die Versuchskaninchen. Anhand von Arbeitsaufträgen wurden verschiedene Verbände angelegt und anschliessend der Online-Community präsentiert. Unser Start in die Online-Welt ist gelungen!

Für die zweite Übung mussten wir unser eigentlich vorgesehenes Jahresprogramm etwas umstellen. Online ist halt eben doch nicht 1:1 und es gibt einfach Themen, welche sich nicht zufriedenstellend in eine Videoschulung umwandeln lassen. Umgesetzt haben wir schliesslich eine Übung zum Thema Krankheitsbilder, genauer Diabetes und Borreliose/FSME. Der praktische Teil dieser Übung bestand darin, in Gruppen gewisse Informationen selber aus dem Internet zusammen zu suchen und sich so einen Teil des Wissens selber zu erarbeiten.

Auch wenn diese Form der Samariterübung irgendwie ja auch noch spassig und bequem ist – man muss nicht mehr aus dem Haus und man kann quasi im Pyjama und zur Not auch mit Lockenwicklern in den Haaren teilnehmen – freuen wir uns trotzdem, wenn die Pandemielage physische Treffen wieder zulässt.